Gedanken erschaffen Realität. Echt jetzt?

Gedanken erschaffen Realität. Echt jetzt?

In diesem Artikel möchte ich etwas näher auf das erste der sieben Prinzipien eingehen: Die Welt ist das, was Du denkst, das sie ist.

Plus, es gibt eine Übung dazu, so dass Du das Ganze auch direkt für Dich nutzen und anwenden kannst.

Das Konzept hinter dem ersten Prinzip, nämlich dass wir mit unseren Gedanken unsere Realität selbst erschaffen, ist auch die Basis des sehr erfolgreichen Buches „The Secret“ von Rhonda Byrne und des Gesetzes der Anziehung (Law of Attraction, oder kurz LOA).

Rund um das Buch ist ja ein regelrechter Hype entstanden. In dessen Folge nicht nur die Autorin selbst, sondern auch eine ganze Reihe der von ihr in dem Buch befragten Personen geradezu Berühmtheit erlangt haben.

Zu diesen gehören so illustre Namen wie Bob Proctor, Mike Dooley, Lisa Nichols oder Dr. Joe Dispenza.

Kernaussage des Buches ist, dass es keine objektive, unabhängig von uns existierende Welt gibt, sondern, dass wir mit unseren Gedanken unsere Welt selbst erschaffen.

Und nicht ganz zufällig ist das auch genau das erste der sieben Prinzipien der Huna-Philosophie (witzigerweise kann man das hawaiianische Wort „Huna“ auch mit „Geheimnis“ übersetzen, siehe auch diesen Artikel).

„Die Welt ist das, was Du denkst, das sie ist.“ (Ike)

Mit anderen Worten: Mit unseren Gedanken erschaffen wir unsere Realität (was übrigens nicht ausschließt, dass die Realität andersherum auch wieder unser Gedanken beeinflusst!).

„Warte mal“, höre ich dich jetzt sagen. „Was soll das denn jetzt bedeuten? Ich hab‘ ständig zu wenig Geld, meine Wohnung ist zu klein und ein größeres Auto hätte ich auch gerne. Wenn das alles so einfach wäre mit den Gedanken, dann würde ich doch wohl etwas anders leben. Dann würde ich mich doch einfach reich denken können. So einfach ist das aber nicht, das Leben ist viiieeeel komplizierter!“

„Stimmt“, würde die Schildkröte sagen, „da hast Du Recht. Weil Du denkst, dass es so ist.“

(Bild: Devider Turtle)

Lass‘ uns den Satz und das erste Prinzip aus der Huna-Philosophie einmal etwas genauer anschauen. Und schauen, was dafür sprechen könnte, dass vielleicht wirklich etwas dran ist, an der Sache mit den Gedanken…

Wir konstruieren unsere Erfahrungswelt und unsere persönliche Realität tatsächlich gleich auf mehreren Ebenen.

(Bild: Turtle-Tipp Nr. 1)

Auf die eigenen Gedanken achten…

Eher passiv, wenn es darum geht, wie wir die Welt mit unseren Sinnesorganen und unserer Sprache wahrnehmen.

Aber möglicherweise eben auch aktiv, wenn wir unsere persönliche Realität durch unsere Gedanken und Erwartungen tatsächlich beeinflussen und formen.

Viele indigene Kulturen betrachten das Leben daher wie einen Traum. In der Sichtweise dieser Kulturen träumen wir unser Leben und unsere Realität regelrecht herbei.  Das, was wir als äußere Realität wahrnehmen, wäre dann eher so etwas wie ein gemeinsam geträumter Traum aller Beteiligten.

John LennonA dream you dream alone is only a dream. A dream you dream together is reality.

Auf Deutsch: Ein Traum, den Du alleine träumst, ist nur ein Traum. Ein Traum, den Du zusammen träumst, ist Realität. (Anmerkung: Ich glaube, dass auch ein Traum, den man alleine träumt, Realität werden kann, wenn er intensiv genug ist. So z.B. Martin Luther King in seiner berühmten Rede „I still have a dream…“, ab Minute 4:00.)

Gibt es Argumente dafür, dass diese Sichtweise vielleicht gar nicht so weit hergeholt ist, wie man zunächst meinen könnte?

Wir filtern die Wirklichkeit – und erschaffen uns so unsere eigene Realität

Alle Informationen, die in uns hinein gelangen, müssen zuerst einmal durch die Filter unserer Sinneskanäle (sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen).

Alleine schon dadurch gehen viele Informationen über die „Welt da draußen“ verloren – einfach weil wir keinen passenden Sinneskanal haben. So sehen Bienen z.B. ultraviolettes Licht, was uns verborgen ist. Hunde leben in einer Welt aus Gerüchen, die völlig jenseits unserer Vorstellungswelt liegt.

Wir sehen, hören, riechen, schmecken usw. die Welt also keineswegs so wie sie ist, sondern so, wie unsere Sinnesorgane es zulassen. Unser Bild der Welt gibt die Realität also keineswegs so wieder, wie sie tatsächlich ist.

Aber selbst, wenn eine Information in unser Gehirn gelangt ist, heißt das nicht, dass wir die Information auch wahrnehmen. Tatsächlich ist es so, dass die allermeisten Informationen gar nicht in unser Bewusstsein gelangen.

Es gibt Schätzungen, nach denen unser Gehirn pro Sekunde bis zu 2000 Sinneseindrücke wahrnimmt. Die allermeisten davon sind uns allerdings gar nicht bewusst.

Sie werden vorher ausgefiltert und in unserem Unterbewusstsein weiter verarbeitet – in der Regel ohne dass wir davon etwas bemerken. Dabei spielen unsere Vorerfahrungen, Vorlieben und Erwartungen eine wichtige Rolle. Wir sehen das, was wir sehen wollen und nicht das, was da ist.

Vermutlich wirst Du bis jetzt nicht wahrgenommen haben, wie sich Deine Kleidung auf Deiner Haut anfühlt. Erst nachdem jetzt Deine Aufmerksamkeit darauf gerichtet ist, nimmst Du diese Sinneseindrücke wahr.

Eben weil unser Gehirn Sinneseindrücke ausblendet, solange sie nicht wichtig sind oder wir nicht bewusst unsere Aufmerksamkeit auf sie lenken.

Die meisten Sinneseindrücke, die in unser Gehirn gelangen, sind uns gar nicht bewusst. Erst wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf sie richten, nehmen wir sie wahr.

Auch wer einmal heftig verliebt war, kennt das sehr gut: Man sieht die Welt durch eine „rosarote Brille“. Man nimmt nur noch die schönen Seiten am anderen wahr, die nicht ganz so schönen Dinge blendet man aus.

Wir sehen nur den Ausschnitt aus der gesamten Wirklichkeit, der zu unseren „Vorgaben“ passt.

Und erschaffen uns dadurch unsere eigene Realität.

Anaïs NinWir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie so, wie wir sind.

Das, was wir von der Welt zu wissen glauben, ist also nur ein sehr kleiner Teil dessen, was an Informationen tatsächlich in uns hinein gelangt ist. Und ein noch kleinerer Teil dessen, was tatsächlich da ist.

Ein weiterer Filter, der uns von der „Realität“ trennt, ist unsere Sprache.

Denn wenn wir keinen Begriff für eine Erfahrung haben, kennen wir die Erfahrung auch nicht. So hatten die alten Hawaiianer mehr als 160 Wörter für Wind und 130 Wörter für Regen. Mit unseren vielleicht 10 oder 20 Wörtern dafür können wir also von vorneherein viele Erfahrungen von Wind und Regen gar nicht bewusst wahrnehmen.

(Bild: Devider Turtle)Dass die Welt das ist, was wir denken, das sie ist, ist ja eigentlich auch nichts weltbewegend Neues für uns. Frage einmal zwei Leute, die im Kino den gleichen Film gesehen haben, wie sie ihn fanden. Dann weißt du, was ich meine.

Der eine fand den Film „bombastisch“, der andere hatte zwischendurch überlegt, das Kino zu verlassen. Man könnte manchmal denken, dass es sich um zwei unterschiedliche Filme gehandelt hat, wenn man eine solche Frage stellt.

Aber die Annahme, dass unsere Gedanken unsere Welt erschaffen, geht über diese Art der Realitätsgestaltung hinaus.

Quantenphysik und Realität

Wenn es um die Entstehung unserer persönlichen Realität geht, wird häufig die Quantenphysik herangezogen, um zu zeigen, dass auch die moderne Physik zu ganz ähnlichen Überlegungen kommt, wie das überlieferte Wissen vieler Kulturen.

Ich will hier nicht allzu sehr in dieses Thema einsteigen, zumal ich zwar eine naturwissenschaftliche Ausbildung habe, aber kein Physiker bin. Und vielleicht ist es auch gar nicht notwendig, alles wissenschaftlich beweisen können zu müssen.

Vielleicht reicht es aus, wenn wir Dinge in unserem Alltag ausprobieren. Und schauen, ob sie uns helfen, unser Leben entspannter und glücklicher zu gestalten als bisher.

Aber ein klein wenig Physik ist vielleicht an dieser Stelle doch ganz interessant. Einfach weil die meisten von uns letztlich doch in einer rational und wissenschaftlich geprägten Gesellschaft aufgewachsen sind.

Viele Menschen neigen dazu, Dingen mehr Bedeutung zuzugestehen, wenn sie zumindest der wissenschaftlichen Sicht nicht widersprechen. Ich schätze, ich gehöre wohl auch dazu.

Wenn das auf Dich nicht zutrifft, dann überspringe diesen Abschnitt einfach 🙂.

(Bild: Devider Turtle)Die Quantenphysik befasst sich mit Quanten, klar. Quanten könnte man als subatomare Teilchen oder auch als “Energieportionen” bezeichnen.

Und in der Welt der Quanten läuft einiges anders, als wir es gewohnt sind.

Für Quanten scheinen unsere gewohnten Naturgesetze nicht mehr zu gelten. Quanten können an mehreren Orten gleichzeitig sein, über Tausende von Kilometern miteinander verbunden sein und aus der Gegenwart ihre eigene Vergangenheit beeinflussen.

So kann man z.B. nie wissen, ob ein solches Quant sich wie ein Teilchen verhalten wird oder wie eine Welle (so ähnlich wie eine Wasserwelle).

Das klassische Experiment dazu in der Physik ist der sog. Doppelspaltversuch. Hier ist ein Video, in dem dieser Versuch recht schön und anschaulich erklärt wird.

Quelle: Der Clip stammt aus dem Film „What the BLEEP: Down the Rabbit Hole“ (deutsche Version erhältlich über www.horizonworld.de, vielen Dank für die Genehmigung, ihn hier zeigen zu dürfen).

Der Versuch an sich ist schon interessant genug. Noch interessanter ist allerdings, dass in diesem Versuch die Messvorrichtung des Experimentators (und damit die Absicht bzw. das Bewusstseins des Experimentators) bestimmt, ob ein solches Quant sich wie ein Teilchen oder eine Welle verhält.

Physikalisch ausgedrückt wird dabei aus einer „Möglichkeitswelle“ eine konkrete materielle Realität.

Durch das Bewusstsein wird aus einer „Möglichkeitswelle“ eine bestimmte Realität.

Und voilà, da ist sie, die Realitätsgestaltung durch unser Bewusstsein!

Du siehst, das Ganze hat durchaus einen wissenschaftlichen Hintergrund (es gibt innerhalb der Physik auch noch andere Erklärungstheorien für dieses Phänomen. Dass das Bewusstsein des Experimentators das Versuchsergebnis bestimmt, ist eine davon).

Einen sehr schönen Artikel zu dieser Thematik aus „Zeit online“ findest Du auch hier.

Übrigens: Die gesamte materielle Welt, die uns umgibt, besteht aus Atomen, die aus noch kleineren Teilchen – den Quanten – aufgebaut ist.

Auch wir selbst bestehen letztlich aus solchen Quanten. Manche Neurowissenschaftler bezeichnen unser Gehirn sogar als einen sehr komplexen Quantencomputer.

Das PEAR-Programm der Princeton-Universität

Dass unser Bewusstsein einen sehr viel größeren Einfluss auf die Entstehung unserer Realität hat, als wir normalerweise annehmen, bestätigen auch die Forschungsergebnisse des PEAR-Programms (Princeton Engineering Anomalies Research) der renommierten Princeton-Universität.

Von der renomierten Princeton-Universität durchgeführte Studien belegen, dass das Bewusstsein tatsächlich einen Einfluss auf die Entstehung unserer Realität hat.

Im Rahmen dieses Programms wurden eine Reihe von wissenschaftlichen Experimenten durchgeführt. Dabei ging es zum einen um den Einfluss unseres Bewusstseins auf die Entstehung unserer Realität und zum anderen um das Phänomen der Fernwahrnehmung (Remote viewing, Hellsehen).

Die Experimente bestätigten beides, sowohl den Einfluss des Bewusstsein auf die Entstehung der physischen Realität, als auch die Existenz des Phänomens der Fernwahrnehmung!

Website des PEAR-ProgrammsBeyond its revolutionary technological applications and scientific impact, the evidence of an active role of consciousness in the establishment of physical reality holds profound implications for our view of ourselves, our relationships to others, and to the cosmos in which we exist.

Auf Deutsch: Neben den revolutionären technischen Anwendungsmöglichkeiten und der wissenschaftlichen Bedeutung, zieht der Beweis der aktiven Rolle des Bewusstseins bei der Entstehung der physischen Realität auch imense Implikationen nach sich in Bezug auf  unseren Blick auf uns selbst, unsere Beziehung zu anderen und zum Universum, in dem wir existieren.

Es gibt natürlich auch hier kritische Stimmen, die die Versuchsplanung und die statistische Auswertung der Versuche bemängeln. Aber nichtsdestotrotz liefern die Versuche in meinen Augen ein weiteres Indiz dafür, dass an der Annahme, unsere Gedanken erschaffen unsere Realität, doch mehr dran sein könnte.

Alles ist Energie

Kennst Du Einsteins berühmte Formel E = mc2? Die Formel besagt, dass Materie und Energie äquivalent sind. Also austauschbar.

Mit anderen Worten: „Alles ist Energie“.

Wir leben eigentlich in einem gigantischen „Energiemeer“ aus sich überlagernden energetischen Feldern. Erst unser Bewusstsein erzeugt daraus die Formen, die unsere Realität bilden.

Was wir als Realität kennen, ist also eigentlich nur die Interpretation dieser ganzen Energiefelder durch unser Gehirn (unser Bewusstsein).

Man könnte auch sagen, je nachdem, aus welcher Perspektive (mit welchen Vorannahmen und Glaubenssätzen) wir die Welt betrachten, erscheint sie uns unterschiedlich.

Mit anderen Worten: Wenn wir unsere Vorannahmen und Glaubenssätze verändern, verändern wir unsere Welt.

Letztlich spielt sich also alles in unserem Kopf ab.

Am Anfang des Artikels hatte ich ja geschrieben, dass viele indigene Völker das Leben und die Realität wie einen Traum betrachten.

Und was ist das Kennzeichen eines Traums? Dass sich alles nur in unserem Kopf abspielt! Jetzt ist vielleicht verständlicher, warum diese Vorstellung tatsächlich gar nicht so weit hergeholt ist.

Klingt Dir alles zu esoterisch?

Max PlanckEs gibt keine Materie, sondern nur ein Gewebe von Energien, dem durch intelligenten Geist Form gegeben wurde. Dieser Geist ist Urgrund aller Materie.

Wir formen mit unserem Bewusstsein unsere Welt. Max Planck war übrigens einer der bedeutensten Physiker seiner Zeit und gilt als Bgründer der Quantenphysik.

Warum es doch nicht so einfach ist

Das alles bedeutet allerdings nicht, dass wir unsere Welt völlig beliebig nach unseren Vorstellungen gestalten können. Im Sinne von „Ich denk‘ mich mal eben schnell erfolgreich/reich/schön…“. Du weißt schon, was ich meine.

Ich glaube, dafür gibt es mehrere Gründe.

Zum einen sind wir es einfach nicht gewohnt, bewusst auf dieser Ebene mit unseren Überzeugungen und Denkgewohnheiten zu arbeiten. Uns fehlt schlichtweg die Übung darin.

Und uns fehlt das Vertrauen, dass wir tatsächlich mit unseren Gedanken unsere Welt gestalten können. Einfach, weil wir mit einem anderen Weltbild aufgewachsen sind.

Zum anderen gibt es in unserem Leben Grenzen, die wir alleine schon deshalb brauchen, um in dieser Welt überhaupt Erfahrungen machen zu können.

Außerdem sind wir nicht alleine auf dieser Welt.

 

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In der Sichtweise des Huna gestalten wir unsere Welt genauso, wie alles andere auf dieser Welt seine Welt ebenfalls gestaltet.

Das sechste Prinzip in der Huna-Philosophie besagt ja, dass alle Macht aus dem eigenen Inneren kommt. Und das gilt für Dich und mich genauso, wie für einen Baum, einen Stein, eine Blume oder sogar Dein Auto oder Deinen Computer.

Denn wenn das Universum unendlich ist, ist auch seine Macht an jedem Ort vorhanden. Alles in diesem Universum gestaltet daher (in dieser Sichtweise) seine eigene Realität!

Thaddeus GolasDas Universum ist aus einer einzigen Art von Wesenheiten gemacht: Jede ist lebendig, jede bestimmt selbst den Lauf ihrer eigenen Existenz.

Das, was wir als äußere Realität wahrnehmen, entsteht in dieser Sichtweise aus der Kombination all dieser verschiedenen Erfahrungswelten.

Eben wie ein gemeinsam geträumter Traum.

Auf diese Weise erschaffen wir alle gemeinsam unsere Welt. Wir sind alle „Co-Kreatoren“ unserer Welt und unserer Realität.

Dabei werden wir von allem und jedem auf dieser Welt in unterschiedlichem Ausmaß beeinflusst. Und beeinflussen andersherum auch selbst wieder alles auf dieser Welt in unterschiedlich starkem Ausmaß.

Je mehr Energie und Vertrauen wir dabei haben, desto eher erreichen wir das gewünschte Ergebnis (schau Dir dazu auch meinen Artikel über Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl an). Weil wir dann mehr Einfluss haben.

Andersherum entstehen (meist unbewusste) Überzeugungen und Erwartungen in uns, wenn wir beeinflusst werden.

Überzeugungen und Erwartungen, die dann letztlich unsere Welt (mit)bestimmen. Und manchmal unseren bewussten Absichten entgegenstehen.

Im NLP spricht man von verschiedenen Anteilen, die wir in uns haben. Anteile, die häufig aus den Überzeugungen und Glaubenssätzen unserer frühen Bezugspersonen entstehen.

Je besser wir diese Anteile wieder integrieren können, je mehr wir also wieder zu uns selbst finden, desto mehr Einfluss haben wir auf unser Leben.

In dem Maße, in dem wir unsere Überzeugungen verändern, verändern wir dann auch unsere Erfahrungen.

Alles, was wir erfahren und erleben spiegelt letztlich unsere Überzeugungen wider.

Man könnte es auch so formulieren:

Unbewusst und quasi auf Autopilot gestalten wir auf diese Weise unsere Erfahrungswelt und unsere persönliche Realität so, dass sie zu unseren unbewussten Mustern, unseren Überzeugungen und Erwartungen passt.

Verändern wir diese Muster, verändern wir damit auch unsere Realität.

(Bild: Devider Turtle)Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass wir im Durchschnitt 60.000 Gedanken pro Tag denken. Die wenigsten davon sind uns bewusst.

Und deshalb spielen unsere unbewussten Überzeugungen und gewohnheitsmäßigen Gedanken (kurz: unserer Glaubenssätze) auch so eine große Rolle.

Wenn wir mit einer Situation oder einem Umstand in unserem Leben unzufrieden sind, sollten wir daher als erstes unsere (unbewussten) Gedanken und Überzeugungen in Bezug auf diese Situation überprüfen.

Nicht zufällig ist deshalb gerade Ike das erste Prinzip im Huna.

Es sind vor allem unsere unbewussten Gedanken, die bei der Gestaltung unserer persönlichen Realität eine große Rolle spielen. Wenn wir es schaffen, unsere bewussten und unbewussten Gedanken in Übereinstimmung zu bringen, dann erschaffen wir aktiv unsere Zukunft nach unseren Vorstellungen.

Das Problem bei dieser ganzen „Realitätsgestaltungssache“ ist also vor allem, wie wir mit unseren bewussten Absichten unsere unbewussten Überzeugungen beeinflussen können.

Unabhängig davon, ob diese „auf unserem Mist gewachsen“ sind oder ob wir sie infolge der Beeinflussung durch andere Menschen oder Dinge übernommen haben.

Je besser uns das gelingt und je mehr Vertrauen wir dabei haben, desto mehr Einfluss können wir auf unser Leben nehmen.

Einigkeit zwischen den Kulturen

Alle Kulturen kommen übrigens zu ähnlichen Aussagen über die Rolle unseres Bewusstseins.

In der Bibel lesen wir:

Johannes 1Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden
und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.

Das Wort „Wort“ bedeutet dabei im hebräischen Original eigentlich soviel wie (göttlicher, belebter) Atem. Man könnte vielleicht auch „göttlicher Urgrund“ oder „göttliche Energie“ dazu sagen.

Ich finde, das Bibelzitat stimmt recht deutlich mit der Vorstellung überein, dass das (göttliche) Bewusstsein die Welt (die Materie) erschafft.

An anderer Stelle heißt es:

Lukas 18,42Da sagte Jesus zu ihm: Du sollst wieder sehen. Dein Glaube hat dir geholfen.

Es ist das Bewusstsein der Heilung, dass dem Blinden das Sehen ermöglicht. Auch hier ist es das Bewusstsein, dass die Realität formt und gestaltet, letztlich also die persönliche Realität bestimmt.

Auch der erste Buddha, Siddhartha Gautama, folgt diesem Prinzip, wenn er sagt:

Siddhartha GautamaWir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.

Und auch in unseren bekannten Sprichwörtern klingt dieses Lebensprinzip durch – wenn auch nicht immer auf den ersten Blick erkennbar:

„Jeder ist seines Glückes Schmied.“ oder „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.“ sind Beispiele.

Letzteres wird häufig in dem Sinne verstanden, wie ich mich anderen gegenüber verhalte, so verhalten diese sich mir gegenüber.

Aber ich glaube, dass es eigentlich eine viel weiter gefasste Bedeutung hat. Im Sinne von „was wir (mit unserem Bewusstsein) in die Welt ausstrahlen, dass kommt zu uns zurück“.

Übrigens ist das auch die Grundidee hinter dem Begriff des „Karma“.

Eine Übung für Dich

Und hier die versprochene Übung für Dich. Du kannst damit die unbewussten Gedankenmuster, die Du in Bezug auf eine Situation hast, so verändern, dass sie günstiger für Dich sind. Bei hartnäckigen Gedankenmustern empfiehlt es sich auch, die Übung über einen gewissen Zeitraum öfters zu machen.

Die Übung stammt in ihrer ursprünglichen Form von Susanne Weikl, ich habe sie allerdings etwas abgewandelt. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an Susanne!

(Bild: Turtle Übung)Bei dieser Technik arbeitet man mit inneren Bildern und damit verbundenen Körperwahrnehmungen.

Wir bauen unser inneres Erleben grundsätzlich aus den Dimensionen innere Bilder, innere Stimmen und Körperwahrnehmungen zusammen.

Ändert man eine dieser „Bausteine“, verändert sich daher automatisch unser inneres Erleben.

Auf diese Weise verändert die Übung unbewusste Muster so, dass sie für uns günstiger sind. Einfach, indem sie mit entsprechenden inneren Bildern und Körperwahrnehmungen arbeitet, die auf der unbewussten Ebene entsprechende Änderungen bewirken.

Und so funktioniert’s:

  • Nimm am Anfang einen tiefen Atemzug, um Deinem Unterbewusstsein zu signalisieren, dass jetzt etwas besonderes passiert.
  • Denke an eine Situation in Deinem Leben, mit der Du nicht zufrieden bist.
  • Bitte Dein Unterbewusstsein nun, Dir die gewohnheitsmäßigen Gedanken zu schicken, die es in Bezug auf diese Situation denkt.
  • Überlege bei jedem Gedanken direkt, ob es sich wirklich um eine Tatsache oder nur um einen Glaubenssatz handelt. Beispiel: „Die Sonne geht morgens auf“ ist eine Tatsache. „Ich bin morgens immer so müde“ ist ein Glaubenssatz (es gibt schließlich auch Tage, an denen das nicht so ist).
  • Nimm‘ nun den Gedanken, der Dir am unangenehmsten erscheint und stelle ihn Dir bildhaft vor. Beschreibe das Bild, dass Du vor Deinem inneren Auge siehst.
  • Überlege nun, wie Du das Bild weicher machen kannst. Lass‘ Dich dabei von Deiner Intuition leiten. Du könntest z.B. einen Weichzeichner-Filter darüber legen oder die Lichtstimmung verändern. Du könntest auch die Farben aus dem Bild nehmen oder es kleiner werden lassen.
  • Kennzeichne das veränderte Bild vor Deinem inneren Auge nun als Glaubenssatz. Du könntest z.B. ein Etikett daran befestigen oder es in einen Bereich verschieben, der nur für Glaubenssätze ist.
  • Überlege nun, wie Du den Ursprungsgedanken so verändern kannst, dass er günstiger für Dich ist. Beobachte, welche Reaktion dieser neue Gedanke in Deinem Körper auslöst.
  • Verändere den Gedanken nun solange, bis Du die dazugehörige Körperreaktion als angenehm empfindest.
  • Nimm zum Abschluss der Übung wieder einen tiefen Atemzug und bekräftige damit den neuen Gedanken.

Verantwortung ist die Fähigkeit, antworten zu können

Es hat recht weitreichende Konsequenzen, wenn wir annehmen, dass wir unsere Welt tatsächlich selbst gestalten.

In dem Moment übernehmen wir nämlich Verantwortung.

Wir machen nicht länger unsere Mitmenschen, unsere Umwelt, unsere Herkunft, das Wetter, den lieben Gott, unseren Nachbarn, oder – auch sehr beliebt – die Politik für unser Leben verantwortlich.

Nein, wir sind selbst verantwortlich.

Verantwortung ist aber nicht dasselbe, wie Schuld an etwas zu sein.

Es geht nicht darum, dass wir „schuld“ an unseren Lebensumständen sind. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen.

Wenn wir keine Verantwortung für unser Leben übernehmen wollen, berauben wir uns selbst der Möglichkeit, etwas an unserem Leben zu verändern.

Ver“antwortung“ bedeutet, die Fähigkeit haben, zu antworten:

  • auf eine Herausforderung
  • auf ein Problem
  • auf was auch immer.

Sobald ich die Verantwortung für meine Situation übernehme, kann ich anfangen, die Situation zu verändern.

Nicht automatisch, nicht einfach mal auf die Schnelle, häufig mit viel Einsatz verbunden.

Aber ich kann sie verändern.

Statt nur auf die Situation zu reagieren, versetzt mich das Übernehmen von Verantwortung in die Lage, zu agieren. Aktiv etwas zu ändern.

Und darum geht es letztlich, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Es gibt keine absolute Wahrheit – oder zumindest können wir sie nicht erkennen

Es gibt noch eine weitere wichtige, vielleicht sogar die wichtigste Bedeutung von „Ike – Die Welt ist das, was Du denkst, das sie ist“ und der Annahme, dass unsere Gedanken unsere Realität erschaffen:

„Wenn die Welt das ist, was wir denken, das sie ist, gibt es keine absolute Wahrheit!“

Alle Philosophien, alle Gedankensystem, alle Erklärungen sind letztlich von Menschen gemachte Beschreibungen der Welt. Aber nicht die Wirklichkeit selbst!

Es sind alles willkürliche Begriffe, die wir nutzen, um die Welt zu beschreiben. Unsere Begriffe, Theorien und Philosophien, unsere Vorstellungen und unsere Überzeugungen sind nicht die Wirklichkeit!

Und das gilt natürlich genauso auch für den Weg der Schildkröte bzw. für die Philosophie des Huna.

Entscheidend ist, ob ein System funktioniert, ob es sich bewährt. Ob es die Welt – unsere Welt – zu einem besseren, friedlicheren und schöneren Ort macht. Daran bemisst sich seine Wahrheit.

Oder mit den Worten von Serge Kahili King, von dem ich sehr viel gelernt habe:

Serge Kahili KingEs gibt keine absoluten Wahrheiten. Es gibt nur nützliche Wahrheiten.

Die Welt wäre ein sehr viel friedlicherer Ort, wenn alle Menschen ihr Leben nur nach dieser einen Bedeutung dieses einen Prinzips des Wegs der Schildkröte ausrichten würden.

Bleib' inspiriert!

Aloha,

sign

Hast Du schon Erfahrungen mit dem „Law of Attraction“ gemacht und Deine eigene Realität schon einmal bewusst mit Deinen Gedanken verändert? Welche Technik hast Du verwendet, was kannst Du empefehlen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!


Und das gibt´s im nächsten Artikel:
Vor einiger Zeit hatte ich Dir den ersten von insgesamt drei Glücksregeln der Schildkröte vorgestellt. Zeit für die zweite Regel! Im nächsten Artikel wird es daher um die Themen Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl gehen. Sei dabei!


P.S.
In den verschiedenen Blogartikeln geht's immer wieder auch um die verschiedenen Aspekte dieser 7 Prinzipien. Und ich zeige Dir Methoden aus dem Huna und aus dem NLP, mit denen Du die 7 Prinzipien in Deinen Alltag integrieren kannst.

So bekommst Du nach und nach einen guten Überblick über die Happy-Turtle-Philosophie und den Weg der Schildkröte und kannst anhand eigener Erfahrungen entscheiden, was Du für Dich mitnehmen willst und was nicht.

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