Die drei Glücksregeln der Schildkröte – Die Macht des Segnens (Teil 1 von 3)

Die drei Glücksregeln der Schildkröte – Die Macht des Segnens (Teil 1 von 3)

Die meisten großen Lehren der Menschheitsgeschichte lassen sich in wenigen einfachen Regeln zusammenfassen.

So gibt es im Buddhismus die Vier Edlen Wahrheiten und den Edlen Achtfachen Pfad, im Judentum die 10 Gebote und im Christentum die beiden Gebote der Gottes- und der Nächstenliebe.

Allen diesen Regeln und Geboten gemeinsam ist, dass sie uns befähigen sollen, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.

Die sieben Prinzipien aus der Huna-Philosophie gehören ebenfalls in diese Kategorie. Auf ihnen baut die gesamte Philosophie des Huna auf und sie fassen die gesamte Philosophie in wenigen Kernaussagen zusammen.

(Bild: Devider Turtle)Huna kennt eine weitere – noch kürzere – Zusammenfassung dieser Philosophie. Eine Anleitung, wie wir unsere Gesundheit stärken können und glücklicher und zufriedener leben können.

Bless the presence, trust yourself,
expect the best!

auf Deutsch: Segne die Gegenwart, vertraue Dir selbst, erwarte das Beste!

Wenn Du von allen Sachen, über die ich im Happy Turtle Blog schreibe, nur eine Sache mitnehmen könntest, dann würde ich Dir diese drei „Regeln“ empfehlen.

Und das, obwohl ich finde, dass dieser „Slogan“ auf den ersten Blick gar nicht besonders spannend wirkt. So ging es mir jedenfalls.

Aber wie so oft, lohnt sich auch hier ein genauerer Blick auf die Sache.

In diesem Artikel erkläre ich Dir deshalb den ersten Teil dieser drei Glücksregeln etwas ausführlicher. Außerdem gibt es am Ende des Artikels eine kleine Challenge.

Die anderen beiden Teile werde ich dann in späteres Artikeln ausführlich beschreiben. Auch dort wird es dann jeweils eine kleine Challenge geben.

So kannst Du – wenn Du das möchtest – die drei Glücksregeln nach und nach in Dein Leben integrieren.

Oder aber zumindest einmal ausprobieren, ob sie Dich tatsächlich weiterbringen (wovon ich überzeugt bin).

Los geht´s mit dem ersten Teil!

Segne die Gegenwart

Wir kennen das Wort „segnen“ meist nur im Zusammenhang mit Religion und Kirche. Und für viele ist das Wort im günstigsten Fall altmodisch.

Im ungünstigen Fall sogar Ausdruck eines Machtgefüges: Jemand behauptet, Gott näher zu sein und deshalb in der Lage zu sein, anderen göttlichen Segen zu geben.

In der Philosophie des Huna bedeutet Segnen dagegen etwas ganz anderes.

Nämlich etwas oder jemandem Anerkennung aussprechen. Das Gute zu sehen und es wertzuschätzen.

So kannst Du die Wärme der Sonne segnen und würdigen. Oder die Frische der Luft. Oder auch die Hilfsbereitschaft Deines Kollegen. Oder die Geduld Deines Partners bzw. Deiner Partnerin.

Und natürlich kannst (und solltest) Du auch Dich selbst und Dinge an Dir segnen. Also wertschätzen und anerkennen.

Dankbarkeit macht glücklich

Wenn Du etwas segnest, richtest Du damit Deine Aufmerksamkeit neu aus. Nämlich auf das Gute und auf das, wofür Du dankbar sein kannst.

Und das, worauf Du Deine Aufmerksamkeit richtest, nimmt in Deinem Leben zu (Makia).

Dankbarkeit zu empfinden ist daher eine der besten Möglichkeiten, Lebensfreude und Glück in unserem Leben zu steigern.

Das bestätigen auch Forschungsarbeiten der beiden amerikanischen Psychologen Robert Emmons und Michael McCullough aus dem Jahr 2003.

Die beiden Psychologen teilten Probanden in drei Gruppen ein, von denen eine Gruppe einmal pro Woche aufschrieb, wofür sie dankbar waren. Eine Gruppe schrieb auf, was an negativen Dingen passiert war, die dritte Gruppe berichtete neutral über die Ereignisse des vergangenen Tages.

Die Forscher konnten zeigen, dass die Probanden aus der Gruppe mit den dankbaren Versuchspersonen am Ende der Studie optimistischer, gesünder und vitaler waren.

Sir Francis BaconNicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.

Das bedeutet übrigens nicht, dass Du so tust, als ob es nichts Negatives in Deinem Leben gibt. Diese Art falsch verstandenen positiven Denkens ist zu Recht in die Kritik geraten.

(Bild: Devider Turtle)Die Gegenwart zu segnen bedeutet, das anzuerkennen, was da ist. Auch, wenn es mir vielleicht nicht gefällt. Wenn Dinge vielleicht nicht so sind, wie ich sie gerne hätte.

Um sich dann auf den Weg zu machen, die Situation zu verändern.

Du kennst bestimmt das Beispiel mit dem Glas Wasser. Ist das Glas halb voll oder ist es halb leer?

Schwierig wird es dann, wenn das Glas ganz leer ist, ich aber so tue, als ob es voll ist. Das wäre falsch verstandenes positives Denken.

Positives Denken bedeutet, zu sehen, dass das Glas ganz leer ist.

Und gleichzeitig davon überzeugt zu sein, dass man einen Weg finden wird, es wieder ganz voll zu machen.

Zurück ins Jetzt

Die Gegenwart zu segnen, bedeutet auch, mit unseren Sinnesorganen die Gegenwart wahrzunehmen.

Zu sehen, was um uns herum ist. Zu hören, welche Geräusche es gibt, Dinge zu fühlen.

Wenn wir die Gegenwart segnen, kommen wir automatisch in unsere Körperlichkeit zurück.

Die Gegenwart segnen bedeutet auch, uns unserer Sinne und unseres Körpers wieder bewusst zu werden. Dadurch sind wir automatisch besser geerdet und werden ruhiger und gelassener.

Gerade Menschen, die sich für Spiritualität und geistige Entwicklung interessieren, vergessen häufig, dass auch unser Körper wichtig ist.

„Mens sana in corpore sano“, wussten schon die alten Römer (auf Deutsch: Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper).

(Bild: Devider Turtle)Die Gegenwart segnen, also die Dinge um mich herum wertzuschätzen, hat noch einen weiteren positiven Effekt.

Denn dadurch bin ich automatisch mehr im gegenwärtigen Moment. Und hänge mit meinen Gedanken nicht in der Vergangenheit fest oder male mir aus, was in der Zukunft alles passieren könnte.

 

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Der gegenwärtige Moment ist aber in den allermeisten Fällen ein Ort, an dem wir keine Gefahr zu befürchten haben.

Auch das trägt dazu bei, dass wir automatisch ruhiger werden, wenn wir in der Gegenwart sind. Und dadurch sind wir auch entspannter.

Im Huna sagt man, dass der gegenwärtige Moment zu 99% ein Ort der Heilung ist.

Außerdem ist die Gegenwart der einzige Moment, in dem wir Dinge verändern können. In dem wir Einfluss ausüben können (Manawa).

Wenn wir die Gegenwart segnen, vergrößern wir deshalb damit gleichzeitig den Einfluss, den wir auf unser Leben haben.

Jetzt Du

Alles Wissen über Dankbarkeit, Wertschätzung und das Segnen nützt natürlich nichts, wenn wir es nicht praktisch umsetzen. Deshalb: Wie wär´s mit einer kleinen Wette mit Dir selbst? Mach die Challenge zwei Wochen durch und belohne Dich anschließend selbst mit etwas Schönem für Deinen Einsatz.

Challenge

(Bild: Turtle Übung)Praktiziere einmal für einen Zeitraum von zwei Wochen das Segnen der Gegenwart. Du kannst das morgens direkt nach dem Aufstehen oder abends vor dem Einschlafen machen. Oder wann immer es am besten in Deinen Tagesablauf passt.

Es hat sich bewährt, wenn Du bei dieser Übung mit Dir selbst und Deinem Körper anfängst und dann immer größere Kreise ziehst (Partner/-in, Familie, Freunde, die Dinge um die herum usw.).

Beispiele für das Segnen:

  • Ich segne jede einzelne gesunde Zelle in meinem Körper für die Lebenskraft, die sie mir zur Verfügung stellt.
  • Ich segne meine Knochen, meine Muskeln und meine Beine dafür, dass sie mich von einem Ort zum anderen bringen.
  • Ich segne mein Herz und meine Lunge dafür, dass sie meinen Körper mit Sauerstoff versorgen.
  • Ich segne meine Freunde dafür, dass sie mir zur Seite stehen, wenn ich sie brauche.
  • Ich segne die Sonne, weil sie das Leben auf der Erde ermöglicht und mich wärmt.
  • Ich segne mein Auto dafür, dass es mich täglich zuverlässig zur Arbeit bringt.

Das sind natürlich nur Vorschläge. Du kannst die Beispiele beliebig variieren.

Was solltest Du dabei beachten?

  1. Es macht Sinn, nur positive Dinge zu segnen. Weil wir diese ja verstärken wollen.
  2. Du musst die Anerkennung, die du mit dem Segnen gibst, auch selber glauben (es macht wenig Sinn, die freundliche Art Deines Nachbarn zu segnen, wenn Du insgeheim das Gegenteil denkst).
  3. Versuche das Segnen in einem Gefühl der Dankbarkeit und Wertschätzung zu praktizieren. Achte nach jedem Segnen auf Deine Körperwahrnehmung. Was bewirkt der jeweilige Segen (hört sich zwar irgendwie etwas pathetisch an, aber mir fällt auch kein besseres Wort ein) in Deinem Körper? Ich empfinde dann z.B. so etwas wie eine Art Entspannungswelle, die sich durch meinen Körper bewegt. Aber das ist natürlich von Fall zu Fall verschieden.

Probiere die Macht des Segnens aus. Du wirst überrascht sein, welche Veränderungen diese einfache Sache in Deinem Leben bewirken kann.

Bleib' inspiriert!

Aloha,

sign

Hast Du Erfahrungen damit gemacht, welche Veränderungen in unserem Leben stattfinden können, wenn wir uns neu ausrichten und das wertschätzen, was wir haben? Schreibe mir einen Kommentar!


Und das gibt´s im nächsten Artikel:
Im nächsten Artikel wird es darum gehen, wie wir den Dingen ihre Bedeutung geben – und wie wir so unsere Probleme tatsächlich selbst konstruieren. Wenn wir den Bedeutungsrahmen verändern, mit dem wir die Dinge in unserem Leben betrachten, verändern wir damit auch unsere Probleme. Im NLP nennt man das „Reframing“. Sei gespannt!


P.S.
In den verschiedenen Blogartikeln geht's immer wieder auch um die verschiedenen Aspekte dieser 7 Prinzipien. Und ich zeige Dir Methoden aus dem Huna und aus dem NLP, mit denen Du die 7 Prinzipien in Deinen Alltag integrieren kannst.

So bekommst Du nach und nach einen guten Überblick über die Happy-Turtle-Philosophie und den Weg der Schildkröte und kannst anhand eigener Erfahrungen entscheiden, was Du für Dich mitnehmen willst und was nicht.

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