Die Turtle Tipps – Sieben Prinzipien über das Leben

(Bild: Die Prinzipien des Leben)

© Kitja / Fotolia.com

Die Turtle Tipps, die Du hier findest, stammen aus der hawaiianischen Huna-Philosophie. Dort sind sie als die „sieben Prinzipien des Huna“ bekannt (eine kurze Erklärung, was Huna ist, findest du hier).

Diese sieben Prinzipien sind keine „universellen Wahrheiten“. Es sind Grundannahmen über das Leben.

Annahmen, die auf der genauen Beobachtung des Lebens beruhen und deren Kernaussagen seit Jahrtausenden überliefert und bewährt sind.

Sie bilden ein „Framework“, einen Rahmen, mit dem wir das Leben betrachten können. Und mit dem wir eine eigene, für uns passende Form von Spiritualität entwickeln können – für mich einer der größten Benefits, die ich aus der Huna-Philosophie gewonnen habe.

Wenn wir das Wissen um diese Prinzipien bewusst in unseren Alltag einbauen, dann können wir damit unser Leben entspannter und glücklicher gestalten.

Klicke unten, um nachzulesen, was es mit den einzelnen Prinzipien auf sich hat.

Die sieben Turtle Tipps für ein Leben in Harmonie

1. Die Welt ist das, was Du denkst, das sie ist (IKE).
Wie entsteht unsere ganz persönliche Realität?

(Bild: Turtle-Tipp Nr. 1)

Auf die eigenen Gedanken achten…

Wir gehen normalerweise davon aus, dass die Realität objektiv und unabhängig von uns existiert. Und dass wir diese Realität dann einfach passiv wahrnehmen. Und irgendwie mit den „Umständen“ klar kommen müssen.

Huna und der Weg der Schildkröte legen eine andere Sichtweise auf die Realität nahe.

Nach dieser Sichtweise sind wir es, die unserer persönlichen Realität durch unsere Annahmen über eben diese Realität erst ihre Form geben.

Das, was wir als äußere Realität wahrnehmen, ist ein Spiegelbild unserer Überzeugungen, Erwartungen und Glaubenssätze – als der Regeln, die wir über unser Leben aufgestellt haben.

Die Welt ist das, was Du denkst, das sie ist.  Oder andersherum ausgedrückt (und da wir das ganze dann spannend):

Ändere Deine Gedanken und Du veränderst deine Welt!

Wenn wir mit einer Situation unzufrieden sind, sollten wir daher als erstes einmal darauf achten, welche Gedanken in uns bezüglich dieser Situation auftauchen.

Anschließend können wir mit geeigneten Techniken und Methoden unsere Gedanken und die damit verbundenen Glaubenssätze dauerhaft verändern.

Und damit verändern wir unsere Welt und unsere Erfahrungen.

Wenn die Welt das ist, was wir denken, das sie ist, bedeutet das auch, dass es keine absolute Wahrheit gibt. Alle Systeme und Philosophien auf dieser Welt sind nur Beschreibungen der Wirklichkeit, nicht die Wirklichkeit selbst.

Das gilt auch für die Huna-Philosophie und den Weg der Schildkröte. Sie sind eine von vielen Möglichkeiten, das Leben zu betrachten.

Entscheidend ist, inwieweit eine Philosophie uns hilft, unser Leben glücklicher und harmonischer zu gestalten.

2. Es gibt keine Grenzen außer denen, die Du akzeptierst (KALA).
Meist sind wir der Meinung, dass manche Dinge nun einmal „so sind wie sie sind“.

(Bild: Turtle-Tipp Nr. 2)

Sich erlauben, groß zu denken…

Dass es Grenzen in unserem Leben gibt, die wir einfach nicht überschreiten können. Dass wir z.B. zu alt sind, um uns noch einmal beruflich zu verändern. Oder dass wir zu unmusikalisch sind, um ein Instrument zu spielen.

Wir können uns nicht vorstellen, dass es auch anders sein könnte. In der Sichtweise des Huna liegt genau da das Problem.

Der zweite Tipp der Schildkröte sagt uns, dass wir alles erreichen können, was wir uns vorstellen können. Aber wir müssen es uns eben tatsächlich erst einmal vorstellen können.

Dann gibt es keine Grenzen mehr, die wir nicht überschreiten könnten. Das bedeutet nicht, dass das auch immer einfach sein muss, aber es ist möglich – wenn wir herausfinden, wie wir es anstellen können.

Trotzdem sind Grenzen auch wichtig in unserem Leben. Denn ohne Grenzen, könnten wir keine Erfahrungen machen. Weil wir Erfahrungen immer im Gegenüber mit etwas oder jemandem machen.

Diese Art von Grenzen haben daher eine kreative Natur.

Wenn alles grenzenlos ist, ist auch alles mit allem verbunden. Das ist die zweite Bedeutung dieser Grundannahme des Wegs der Schildkröte.

Und das gibt uns eine Vielzahl von Möglichkeiten, Einfluss auszuüben. Und so können wir eben genau die Umstände beeinflussen, die sich in unserem Leben als ungünstig erweisen. Und so unser Leben zum Positiven verändern.

Du hast immer wieder Probleme mit einer bestimmten Person auf der Arbeit? Mache dieser Person ein- oder zweimal am Tag in Gedanken ein Kompliment und Du wirst sehen, dass euer Verhältnis sich verbessern wird.

Weil alles mit allem verbunden ist.

3. Energie folgt der Aufmerksamkeit (MAKIA).
Alles auf dieser Welt ist sich bewegende Energie.

(Bild: Turtle-Tipp Nr. 3)

Den richtigen Fokus finden…

Materie ist eine Form von Energie, genauso wie auch unsere Gefühle und Gedanken letztlich nichts anderes als Energie sind. In dieser Sichtweise ist das Universum ein einziges Energiemeer, entstanden aus der Überlagerung von unendlich vielen Energiefeldern.

Erst unser Bewusstsein erschafft aus diesen Energiefeldern die Dinge, die wir in unserem Alltag wahrnehmen.

Wohin wir unsere Aufmerksamkeit richten, dahin bewegt sich auch die Energie. Das, womit wir in unserem Inneren in Resonanz gehen, nimmt deshalb in unserem Leben zu.

Aufmerksamkeit umfasst alle Arten unserer Aufmerksamkeit, unsere bewusste Aufmerksamkeit genauso, wie unseren gewohnheitsmäßigen Erwartungen, Hoffnungen und Befürchtungen (unsere unbewusste Aufmerksamkeit).

Wenn unser bewusster Geist und unser Unterbewusstsein ihre Aufmerksamkeit gemeinsam auf eine Sache richten, dann gestalten wir aktiv unsere Realität.

Auch unser Körper ist sich bewegende Energie. Wenn unsere Energie frei und ungehindert fließen kann, sind wir gesund.

Krankheit entsteht dann, wenn die Energie blockiert wird und ins Stocken gerät. Das passiert immer dann, wenn wir Widerstand gegenüber etwas aufbauen.

Das umfasst sowohl emotionalen Widerstand als auch physischen Widerstand (z.B. wenn unser Körper auf Giftstoffe reagiert).

Heilung bedeutet daher, innere Blockaden aufzulösen, so dass die Energie wieder frei fließen kann.

4. Das Jetzt ist der einzig kraftvolle Moment in Deinem Leben (MANAWA).
Der Regen von gestern kann Dich nicht nass machen und Du kannst auch keinen Sonnenbrand durch die Sonne von morgen bekommen, wie es Serge Kahili King mal so schön ausgedrückt hat.

(Bild: Turtle-Tipp Nr. 4)

Im Hier und Jetzt sein…

Das Jetzt ist der einzige Moment in unserem Leben, in dem wir etwas bewirken können. „Wirk-lich“ ist deshalb nur das Jetzt.

Die Vergangenheit hat nur so viel Einfluss auf unser Leben, wie wir ihr im gegenwärtigen Moment einräumen. Alles, was wir in der Vergangenheit erlebt haben, sind jetzt nur noch Erinnerungen – die wir im Jetzt haben. Alles spielt sich im Jetzt ab.

Die Zukunft existiert noch nicht, aber wir legen jetzt den Grundstein für unsere Zukunft. Jetzt säen wir die Samen unserer Zukunft. Und auch im Jetzt ernten wir die Früchte unserer Arbeit.

Aus Sicht des Huna und der Schildkröte formen wir in jedem Augenblick unsere Welt durch unsere Überzeugungen und Erwartungen neu.

Dass die Welt trotzdem für uns immer ähnlich aussieht, und dass wir immer wieder vor den gleichen Problemen in unserem Leben stehen, liegt daran, dass wir unsere Überzeugungen und Erwartungen von Tag zu Tag mitnehmen, indem wir uns immer wieder an sie erinnern.

Verändern wir diese Erinnerungen und damit unsere inneren Überzeugungen und Erwartungen, können wir in jedem Augenblick unser Leben völlig neu gestalten.

5. Lieben bedeutet, glücklich mit etwas oder jemandem zu sein (ALOHA).
Wenn wir von Liebe sprechen, meinen wir in unserem Kulturkreis meist die romantische Liebe. Herzschmerz und Leidenschaft. Der Stoff, aus dem große Romane entstehen. Manchmal meinen wir mit Liebe aber auch die körperliche Liebe.

(Bild: Turtle-Tipp Nr. 5)

Liebe ist…glücklich sein!

Und dann gibt es natürlich noch die platonische Liebe, die Liebe zur Natur, die Liebe zur Musik oder die Liebe zur Literatur. Ich liebe es, am Wochenende gemütlich zu frühstücken. Und ich liebe natürlich meinen Hund.

Und alle großen Philosophen und Meister betonen immer wieder die Bedeutung der Liebe in unserem Leben.

Es gibt scheinbar unendlich viele Arten von Liebe. Es fällt uns manchmal schwer, genau zu beschreiben, was die Liebe eigentlich ist.

Der fünfte Turtle Tipp, das fünfte Prinzip des Huna, legt uns einen Blick auf das scheinbar so komplizierte Thema Liebe nahe, der alles auf einmal ganz einfach werden lässt:

Lieben bedeutet, glücklich mit etwas oder jemandem zu sein.

Ich liebe einen Menschen umso mehr, je glücklicher ich mit ihm bin. Ganz nebenbei verändert diese Sicht auf die Liebe die weitverbreitete Einstellung, dass Liebe etwas mit Eifersucht zu tun habe.

Liebe ist der glückliche Teil einer Beziehung. Eifersucht und Leid haben nichts mit Liebe zu tun.

Sie entstehen aus Angst (z.B. die Angst davor, alleine zu sein), Zweifel (z.B. Zweifel, ob ich gut genug für den anderen bin), Unzufriedenheit (z.B. die Unzufriedenheit mit meinen gegenwärtigen Lebensumständen) und Stress (z.B. der Stress, den ich aus dem Berufsleben mit nach Hause bringe).

Je mehr ich andere Menschen kritisiere, desto weniger Raum ist für die Liebe da. Und weil alles mit allem verbunden ist, nimmt unser Unterbewusstsein jede Kritik persönlich.

Alles in diesem Universum strebt nach Harmonie. Lob und Anerkennung sind daher weitaus bessere Wege, um Einfluss auf Menschen und Dinge in meinem Leben auszuüben.

6. Alle Macht kommt von innen (MANA).
Macht kommt von machen. Es ist die Fähigkeit, unser Leben aktiv zu gestalten.

(Bild: Turtle-Tipp Nr. 6)

Das Leben in die eigenen Hände nehmen…

Nichts in unserem Leben geschieht ohne unsere (bewusste oder unbewusste) Einwilligung. Wir gestalten unser Leben durch unsere Glaubenssätze und gewohnheitsmäßigen Erwartungen.

Macht ist von sich aus weder positiv noch negativ. Wir erleben Macht häufig als „Autorität von oben“ und als Machtmissbrauch. Macht und Autorität hängen eng zusammen.

Die Wurzel des Wortes Autorität bedeutet in etwa „Würde“, „Ansehen“ oder „Einfluss“. Ich spreche mit Autorität, wenn ich darauf vertraue, dass meine Worte Ergebnisse nach sich ziehen werden.

Das ist die Grundlage für die Wirksamkeit von Affirmationen und Gebeten.

Wenn ich mit Autorität sprechen, kann ich Einfluss auf etwas nehmen. Unser Wort Autor hat den gleichen Wortstamm.

Alles auf dieser Welt hat Macht. Alles auf dieser Welt gestaltet seine Wirklichkeit.

Wenn das Universum unendlich ist, dann ist auch seine Macht an jedem Punkt des Universums vorhanden. Also in mir und in dir genauso, wie in einem Baum, einer Wolke oder sogar in meinem Computer.

Aus Sicht der Huna-Philosophie und der Schildkröte ist daher alles auf dieser Welt lebendig und fähig, in der einen oder anderen Form auf seine Umwelt zu reagieren.

Das führt zu einem respektvollerem Umgang mit der Welt.

7. Wahrheit richtet sich danach, ob etwas funktioniert (PONO).
Den letzten Turtle Tipp kennen wir in abgewandelter Form auch als „wer heilt hat Recht“. Dahinter steht der Gedanke, dass alles richtig ist, was hilft, das gesteckte Ziel zu erreichen.

(Bild: Turtle-Tipp Nr. 7)

Wahr ist, was funktioniert…

Das bedeutet nicht, dass der „Zweck die Mittel heiligt“.

Wenn ich meine Ziele erreichen will, indem ich gewaltsam agiere, werde ich auch gewaltsame Erfahrungen in meinem Leben machen. Denn „Energie folgt der Aufmerksamkeit“ (Makia).

Andersherum, wenn ich anderen Menschen hilfreich gegenüber trete, werde ich auch von anderen Hilfe angeboten bekommen.

Für friedvolle Ziele brauche ich daher auch friedvolle Methoden. Dass es andersherum nicht funktioniert, kann man jeden Tag in der Weltpolitik beobachten.

In einem unendlichen Universum gibt es immer mehr als einen Weg, um ein Ziel zu erreichen. Wenn etwas nicht funktioniert, bedeutet dass nicht, dass ich mein Ziel aufgeben sollte.

Es bedeutet nur, dass ich eine andere Methode brauche. In diesem Sinne kann ich auch niemals versagen, versagen kann nur die Methode, die ich gewählt habe.

Keine Methode ist besser als eine andere. In dieser Sichtweise ist z.B. die medikamentöse Behandlung einer Krankheit nicht automatisch schlechter, als eine alternative Heilmethode. Und andersherum.

Oft ist es sogar so, dass gerade die Kombination verschiedener Methoden, das Arbeiten auf mehreren Ebenen gleichzeitig, die besten Ergebnisse liefert.

Entscheidend ist, ob etwas funktioniert. In diesem Fall: Ob eine Methode einen Menschen tatsächlich heilt.

Heilung heißt aber nicht nur Heilung von Krankheiten. Heilung bedeutet, dass die Energie wieder frei fließen kann und dass wir wieder in Harmonie mit dem Leben kommen.

Dann folgen Glück und innere Zufriedenheit automatisch, denn das sind unsere natürlichen Wesenszustände.

In meinen Blogartikeln beschreibe ich übrigens immer wieder die verschiedenen Aspekte und die Hintergründe der sieben Prinzipien bzw. Turtle Tipps. So gewinnst Du nach und nach ein tieferes Verständnis für die Bedeutung der einzelnen Prinzipien. Dabei geht es vor allem auch darum, wie wir die verschiedenen Prinzipien in unserem Alltag nutzen können.

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